Archiv für Dezember 2007

31.12.07: Kindeswohl und Elternverantwortung - neue Ausgabe „frühe Kindheit“ erschienen

Dezember 31, 2007

Zu dem Themenschwerpunkt „Kindeswohl und Elternverantwortung“ ist die neue Ausgabe der Zeitschrift „frühe Kindheit“ erschienen. Sie dokumentiert die gleichnamige Jubiläumstagung anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Deutschen Liga für das Kind am 28. und 29. September 2007 in Berlin.

Das Heft enthält die Ansprache von Eva Luise Köhler, den Festvortrag von Martin Dornes (Frühe Kindheit: Entwicklungslinien und Perspektiven) sowie Beiträge u.a. von

  • Christine Hohmann-Dennhardt (Kindeswohl und Elternrecht),
  • Lore Maria Peschel-Gutzeit (Vom elterlichen Herrschaftsrecht zum Vorrang des Kindeswohls),
  • Rainer Balloff (Gemeinsame elterliche Sorge – Möglichkeiten und Grenzen),
  • Ingeborg Rakete-Dombek (Umgang muss sein – aber um jeden Preis?),
  • Irene Johns (Streitfall Kindeswohl – Gewalt gegen Kinder),
  • Ute Thyen (Kindeswohl und Elternverantwortung in der kinderärztlichen Praxis) und
  • Wolfgang Haferanke (Kindeswohl und Elternverantwortung in der Praxis des Familiengerichts).

Außerdem wird die Laudatio auf die Preisträger des Präventionspreises Frühe Kindheit 2007 dokumentiert.

Das Heft kann bei der Geschäftsstelle der Deutschen Liga für das Kind zum Preis von 4,50 Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden.

20.12.07: Ergebnis des “Kindergipfels”

Dezember 20, 2007

Beim gestrigen „Kindergipfel“ verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in Berlin auf ein Paket unterschiedlicher Maßnahmen zum Schutz von Kindern vor Verwahrlosung und Misshandlung. Keine Einigung gab es hingegen über die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz.

Bericht der Bundesregierung zu den Ergebnissen der Gespräche

Bericht der Süddeutschen Zeitung

15.12.07: Video-Botschaft von Kanzlerin Merkel

Dezember 15, 2007

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert in ihrer wöchentlichen Videobotschaft mehr Hilfe für vernachlässigte Kinder. Das Thema steht auf der Tagesordnung ihres Treffens mit den Ministerpräsidenten der Länder am nächsten Mittwoch. 

Die Politik dürfe nicht untätig bleiben, so Merkel. “Wir brauchen ein Netzwerk von Hebammen, von Lehrern, von Jugendamtmitarbeitern, von Kindergärtnern und anderen, die immer wieder versuchen herauszufinden, wann unsere Kinder in Not geraten.” 

Die übergroße Zahl der Eltern kümmere sich um ihre Kinder liebevoll und fürsorglich. “Aber es komme auch immer wieder zu Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch. “Wir brauchen in unserem Lande eine Kultur des Hinsehens. Wir dürfen die Ärmsten und Schwächsten in unserer Gesellschaft nicht einfach im Stich lassen.”

Video-Botschaft

15.12.07: Vertauschtes Baby wird möglicherweise adoptiert

Dezember 15, 2007

n-tv.de berichtet von einer neuen Wendung im Fall der beiden in einer Klinik in Saarlouis (Saarland) vertauschten Neugeborenen:

Eine der Mütter sei bei der Geburt ihres Babys erst 15 Jahre alt gewesen, berichtete die “Saarbrücker Zeitung”. Der per DNA-Test ermittelte Vater soll ebenfalls minderjährig sein, hieß es weiter. Die Eltern des anderen vertauschten Babys überlegten unterdessen, beide Kinder bei sich großzuziehen. Sie hatten ein halbes Jahr das Baby der Minderjährigen als vermeintlich eigenes aufgezogen, während die minderjährige Mutter das Kind des erwachsenen Elternpaares hatte.

Der DNA-Test sei vom Jugendamt angeordnet worden, um die Vaterschaft zu klären, schrieb die Zeitung. Bislang hatte das Landratsamt erklärt, der Vater des Babys habe Zweifel bekommen, dass es sich um sein leibliches Kind handelt, und daher den Test machen lassen. Der Gentest hatte ergeben, dass weder er noch die vermeintliche Mutter mit dem kleinen Mädchen verwandt sind. Daraufhin war die Suche nach den richtigen Eltern des Babys und nach dem richtigen Baby der Minderjährigen gestartet worden. Ein Sprecher des Landratsamtes wollte den Zeitungsbericht mit Hinweis auf den Datenschutz nicht kommentieren.

Die beiden Neugeborenen waren vor rund sechs Monaten in einer Klinik in Saarlouis vertauscht worden - möglicherweise weil beim Waschen die Namensbändchen abgestreift und anschließend falsch zugeordnet wurden. Um die richtigen Eltern zu finden, waren mehr als ein Dutzend Paare untersucht worden. Den Kindern gehe es gut, hatte das Landratsamt am Mittwoch mitgeteilt.

14.12.07: Initiative “Leben hat Gewicht” - gemeinsam gegen den Schlankheitswahn”

Dezember 14, 2007

Die Bundesministerinnen Ulla Schmidt, Ursula von der Leyen und Annette Schavan stellten am 13.12. ihre Initiative gemeinsam mit Persönlichkeiten aus Mode, Werbung, Kultur, Sport vor.

Eine Übersicht über die Ziele und geplanten Maßnahmen finden Sie hier.

14.12.07: Neue Sozial-Fibel erschienen

Dezember 14, 2007

In 17. Neuauflage ist die Sozial-Fibel erschienen. Sie bietet allen Bürgerinnen und Bürgern ein komprimiertes Nachschlagewerk über die wichtigsten sozialen Hilfen, Leistungen und Rechte. Sie ist ein handlicher Wegweiser im Sozialbereich, in dem Informationen rasch aufgefunden und Ansprechpartner für weitergehende Informationen benannt werden.

Die Sozial-Fibel erscheint dieses Mal in einem neuen Outfit, inhaltlich ist sie so übersichtlich und informativ aufbereitet wie ihre Vorgängerinnen. Die ‘Sozial-Fibel’ hat eine lange Tradition, sie wurde erstmalig 1978 herausgegeben.

Die Sozial-Fibel ist ein Lexikon über soziale Hilfen, Leistungen und Rechte. Sie ist gegliedert in Stichworten von A-Z und macht so das Auffinden der einzelnen Hilfen einfach. Die Sozial-Fibel soll Orientierung im Geflecht der sozialen Hilfen geben. Sie kann jedoch nicht jede Detailfrage beantworten. Für weitergehende Informationen wird deshalb auf Behörden und Stellen hingewiesen, bei denen Bürger nähere Auskünfte erhalten und Anträge stellen können.

“Informationen werden heute auf vielfältigen Wegen abgerufen. Im Interesse des Bürger-Service ist die Sozial-Fibel sowohl im Internet abrufbar als auch in gedruckter Form kostenlos zu beziehen”, informierte die Ministerin. Unter www.sozialministerium.bayern.de kann sie unter ‘Publikationen’ online bestellt werden. Ebenso können sich Interessierte schriftlich oder telefonisch an das Bürgerbüro im Bayerischen Sozialministerium, 80792 München, Tel.: 089/1261-1660, wenden.

10.12.07: Steuerpflicht für Tagesmütter um ein Jahr verschoben

Dezember 10, 2007

Auf staatlich geförderte Tagesmütter kommen zunächst keine stärkeren finanziellen Belastungen zu. Die ursprünglich für Januar 2008 geplante Steuerpflicht wird für ein Jahr ausgesetzt. Das haben die Finanzminister der Länder in Berlin beschlossen. Nach Angaben des Vorsitzenden der Finanzministerkonferenz, Hessens Ressortchef Karlheinz Weimar, soll bis Juni mit den Sozialministern und dem Bund eine Lösung gefunden werden, die Tagesmütter finanziell nicht schlechter stellt.
(Quelle: www.fr-online.de vom 6.12.07)

Weitere Informationen

10.12.07: Ausweitung der Früherkennungsuntersuchungen für Kinder

Dezember 10, 2007

Ein in Deutschland bislang einmaliges Präventionsprojekt starten die Kaufmännische Krankenkasse (KKH), die Deutsche BKK und der Berufsverband der Kinder und Jugendärzte:

Zum 1. Januar 2008 stehen bundesweit allen Kindern, die bei der Deutschen BKK oder der KKH versichert sind, drei zusätzliche Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen zur Verfügung. Diese Untersuchungen schließen die bestehenden großen Lücken zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr sowie dem 5. und 12. Lebensjahr in der präventiven kinderärztlichen Betreuung und Behandlung.

Weitere Informationen und eine Übersicht über die U-Untersuchungen finden Sie hier

06.12.07: Aktionsbündnis Kinderrechte begrüßt Rückenwind aus allen Parteien für Kampagne „Kinderrechte ins Grundgesetz“

Dezember 6, 2007

Meldungen über misshandelte Kinder, über Kinderarmut und viele weitere gravierende Kinderrechtsverletzungen in Deutschland reißen nicht ab. Das Aktionsbündnis Kinderrechte (Deutscher Kinderschutzbund, Deutsches Kinderhilfswerk, UNICEF) sieht dringenden Handlungsbedarf und fordert die Fraktionen des Bundestags auf, Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Das Aktionsbündnis begrüßt daher die Stellungnahme der Bundesfamilienministerin Frau Ursula von der Leyen und weiterer Bundespolitiker, die sich am Sonntag eindeutig für die Aufnahme der Kinderrechechte ins Grundgesetz ausgesprochen haben. Besonders positiv beurteilt das Aktionsbündnis, dass die Ministerin neben dem Schutzrecht auch die Förderung der Kinder herausgestellt hat.

Mittlerweile haben sich die SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Teile der FDP und die Linke für die Verankerung der Kinderrechte ins Grundgesetz positioniert. Abgeordnete aller im Bundestag vertretenen Parteien haben einen Aufruf des Aktionsbündnisses unterstützt, der am 6. November in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist. Mehr als 60 Verbände unterstützen die Kampagne.

Alle Parteien und alle gesellschaftlichen Kräfte müssen ihre Aufmerksamkeit und Anstrengungen nun noch einmal verstärken, damit die international anerkannten Rechte der Kinder auf Förderung, Beteiligung und Schutz auch im Grundgesetz verankert werden. Eine Aufnahme der Kinderrechte würde einen entscheidenden, nachhaltigen Perspektivwechsel für Politik, Justiz und Gesellschaft mit sich bringen. Die Fraktionen sollen sich nun so schnell wie möglich auf ein gemeinsames Vorgehen einigen und das Gesetzgebungsverfahren einleiten. Informationen zur Kampagne des Aktionsbündnisses gibt es unter www.kinderrechte-ins-grundgesetz.de.