Archiv für September 2007
September 27, 2007
Nach massiven Protesten der Pflegeelternverbände ist in der heutigen Sitzung der Finanzministerkonferenz die Idee der Besteuerung des Pflegegeldes von Vollzeitpflegeeltern verworfen worden.
Erst ab der Betreuung von 6 Pflegekindern wird von einer steuerpflichtigen Erwerbstätigkeit ausgegangen.
Pressemitteilung des Bundesfinanzministeriums
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September 27, 2007
Seit 10 Jahren werden die Studien des LBS-Kinderbarometers über aktuelle gesellschaftliche Themen von Kindern im Alter zwischen 9 und 14 Jahren jährlich in NRW vorgenommen.
In diesem Jahr gab es erstmals bundesweite Ergebnisse über die Wünsche, Ängste und Zukunftsvorstellungen von Kindern und Jugendlichen.
Über eine repräsentative Auswahl von Schulen aller Schultypen in den 7 beteiligten Bundesländern (u.a. Bayern) wurden insgesamt 6.000 Schulkinder per Fragebogen befragt.
Die Ergebnisse des “LBS-Kinderbarometer Deutschland 2007″ stellte Schirmherrin Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen im Rahmen einer Pressekonferenz vor.
Pressemitteilung des BMFSFJ vom 26.09.07
weitere Infos zur Studie
Kommentar der Vorsitzenden der KinderKommision des Deutschen Bundestages Miriam Gruß:
“Ergebnisse des LBS-Kinderbarometers ernst nehmen”
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September 21, 2007
Die Überlegungen der CSU, das 2005 in Bayern eingeführte Büchergeld für Schüler wieder abzuschaffen, werden allgemein begrüßt.
Nähere Informationen
In diesem Jahr wird das Büchergeld aber noch einmal erhoben werden. Wir weisen deshalb wieder darauf hin, dass Pflegeeltern nicht zur Zahlung von Büchergeld verpflichtet sind.
Siehe unsere Meldung vom 17.07.06
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September 20, 2007
Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages fordert anlässlich des Weltkindertags in einer Pressemitteilung von der Bundesregierung die Aufhebung der Vorbehaltserklärung zur UN-Kinderrechtskonvention.
Dazu die Vorsitzende der Kinderkommission, Miriam Gruß (FDP):
„Der bisher gezeigte Unwille Deutschlands, die UN-Kinderrechtskonvention uneingeschränkt durchzusetzen, ruft – zu Recht – Irritationen und Zweifel an der Kinderfreundlichkeit in diesem Land hervor. Kinderrechte sind Menschenrechte. Die Rücknahme der Vorbehaltserklärung wäre ein Meilenstein auf dem Weg zu einem kinderfreundlichen Deutschland. Es ist mehr als überfällig, Kindern endlich zu ihrem Recht zu verhelfen.“
Über die Kampagne Kinderrechte ins Grundgesetz, der sich jedE BürgerIn per Unterzeichnung im Internet anschließen kann, berichteten wir bereits früher: Meldung vom 08.09.07
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September 20, 2007
Informationen zur Geschichte des Weltkindertags und über die am heutigen Weltkindertag statt findenden Veranstaltungen finden Sie auf www.weltkindertag.de
In Bayern werden große Kinderfeste in
Fürth (22.09.)
Nürnberg (23.09.)
Landshut (23.09.) und
München (20.09.) veranstaltet.
In Konradsreuth, Landkreis Hof, fand bereits am 16.09. ein Fest anlässlich des Weltkindertags statt.
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September 16, 2007
Unsere KollegInnen des dem PFAD Bundesverband angeschlossenen Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. aus Berlin konnten am 14.9.2007 vermelden:
Zu den Ergebnissen der Finanzministerkonferenz vom 6.9. haben wir vom Bundesfinanzministerium folgende Information erhalten:
“Hinsichtlich der steuerlichen Regelungen gemäß dem BMF-Schreiben vom 24.5.2007, das mit den Länderfinanzministerien abgestimmt war, hat die Finanzministerkonferenz keine neuen Beschlüsse gefasst. Die Länderfinanzminister haben sich für den Bereich der Kindervollzeitpflege ausdrücklich dafür ausgesprochen, dass im Hinblick auf das Wohl der Pflegekinder eine Verschlechterung der steuerlichen Rahmenbedingungen bei Vollzeitpflegepersonen verhindert werden muss. Die weiteren Beratungen wurden auf die kommende Sitzung vertagt.”
Die nächste Sitzung ist am 27. September 2007.
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September 13, 2007
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes endete im Jahr 2006 für 23.200 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren eine erzieherische Hilfe in einem Heim oder einer sonstigen betreuten Wohnform; das waren rund vier Prozent weniger als 2005 (24.200 Hilfen). Knapp ein Drittel der Hilfen (7.300) endete, weil das Erziehungsziel erreicht war; ein Fünftel oder 21 Prozent (4.900 Hilfen) wurde auf Veranlassung des Sorgeberechtigten beziehungsweise des jungen Volljährigen abgebrochen. Die übrigen 11.000 Hilfen (47 Prozent) endeten aus anderen Gründen, zum Beispiel wegen einer Adoptionspflege oder der Überleitung in eine andere erzieherische Hilfe wie Erziehungsbeistandschaft oder Vollzeitpflege in einer anderen Familie. 79 Prozent (18.300) der im Jahr 2006 beendeten Hilfen wurden in einem Heim durchgeführt und zwölf Prozent in einer Wohngemeinschaft (2.800). Bei den übrigen neun Prozent (2.100) lebte der junge Mensch in einer eigenen Wohnung. Für 9.600 der jungen Menschen (41 Prozent) dauerte die Hilfe weniger als ein Jahr. Im Durchschnitt waren die Hilfen nach 26 Monaten beendet. Nach Beendigung der Hilfe kehrten 11.700 junge Menschen (51 Prozent) in ihr familiäres Umfeld zurück, 5.700 (25 Prozent) lebten in einer eigenen Wohnung. 1.200 (5 Prozent) waren ohne feste Unterkunft.
Alle Ergebnisse sind abrufbar in dem Publikationsservice unter www.destatis.de/publikationen, Suchbegriff „Heimerziehung“.
Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 4.9.2007
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September 13, 2007
Im Jahr 2006 wurden nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes insgesamt 52 800 Familien mit 116 400 Kindern und Jugendlichen durch sozialpädagogische Familienhilfe unterstützt. Das waren jeweils 9% mehr Familien und unterstützte Kinder als 2005. 1996 erhielten nur 20 100 Familien diese Hilfe. Im Laufe des Jahres 2006 wurde bei 20 100 Familien die Hilfe beendet, bei 24 700 Familien wurde sie neu aufgenommen.
Sozialpädagogische Familienhilfe unterstützt Eltern bei Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen sowie in Krisen- und Konfliktsituationen. Unterstützt werden vor allem kinderreiche Familien. Von den am Jahreswechsel 2006/2007 betreuten Familien hatten 33% zwei Kinder und 34% drei und mehr Kinder. Jede zweite dieser Hilfen richtete sich an Familien von allein erziehenden Müttern oder Vätern.
Als Anlass für die bestehenden Hilfen wurden am häufigsten Erziehungsschwierigkeiten genannt (71%), gefolgt von Entwicklungsauffälligkeiten (40%), Beziehungsproblemen (29%) sowie Schul- und Ausbildungsproblemen (21%). Vernachlässigung von Kindern war in 16%, Trennung oder Scheidung der Eltern in 15% Anlass der Hilfsmaßnahme (Mehrfachnennungen waren hier möglich).
Weitere Daten und Informationen stehen im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen zur Verfügung, Suchbegriff „Familienhilfe”.
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September 12, 2007
Jedes Kind in Bayern muss vom kommenden Jahr an regelmäßig vom Kinderarzt untersucht werden. Eltern werden ab Anfang 2008 dazu verpflichtet, mit ihrem Nachwuchs an den Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen. Das bayerische Kabinett brachte am Montag im bundesweiten Alleingang ein entsprechendes Gesetz zum Schutz von Kindern auf den Weg. Bei Anhaltspunkten für Misshandlung, Vernachlässigung oder sexuellen Missbrauch werde eine gesetzliche Meldepflicht von Ärzten und Hebammen zu den Jugendämtern eingeführt. Das Gesetz muss noch vom Landtag verabschiedet werden. Bei der Anmeldung in Kindertageseinrichtungen und bei der Einschulung wird künftig ein Untersuchungsnachweis eines Kinderarztes verlangt. Auch die Auszahlung des Landeserziehungsgeldes soll an die Vorsorgeuntersuchungen gekoppelt werden. Die Opposition hält die Pflicht zur Teilnahme an einer Vorsorgeuntersuchung für nicht sinnvoll. (Quelle: dpa)
PFAD FÜR KINDER begrüßt die verstärkten Bemühungen um einen besseren Schutz von Kindern vor Verwahrlosung, Misshandlung und Missbrauch, weist aber darauf hin, dass auch die weiterführenden Hilfsangebote für Familien insbesondere der Jugendämter ausgebaut und entsprechend finanziell ausgestattet werden müssen. Bei einer Gefährdung von Kindern muss konsequent gehandelt und der Schutz der Kinder gewährleistet werden.
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