Archiv für Juni 2007

27.06.07: Hohes Suchtpotential in Internetrollenspielen

Juni 27, 2007

Die Problematik Internetsucht ist in der Öffentlichkeit noch weitestgehend unbekannt. In www.rollenspielsucht.de schildern Eltern, die mit diesem Problem konfrontiert worden sind, den Weg eines jungen Menschen in die emotionale und soziale Verarmung.
Die neugegründete Elterninitiative bietet viele Informationen und einen Erfahrungsaustausch an, sowohl für alle diejenigen, die sich (prophylaktisch) über dieses zunehmend wichtiger werdende Thema informieren wollen, als auch für Betroffene und deren Angehörige. Mittels Erfahrungsaustausch sollen praxisnahe Wege zur Prävention und Wege aus der Sucht gefunden werden. Ein Wissen um diese Problematik schützt im Vorfeld, macht hellhörig, sensibilisiert und kann dadurch verhindern helfen.

Seit 20.06.2007 weist die staatliche Schulberatung in Bayern auf www.rollenspielsucht.de hin.

Öffentliche Forderungen der Initiative im Zusammenhang mit Online-Rollenspielen (z.B. World of Warcraft, Second Life).

23.06.07: Buchtipps: Neuerscheinungen von Swientek und Wiemann

Juni 23, 2007

Von zwei schon lange im Pflege- und Adoptivkinderbereich engagierten Autorinnen, der Adoptionsexpertin Prof. Dr. Christine Swientek und der Familientherapeutin Irmela Wiemann, sind neue Bücher erschienen:

  • In ihrem neuen Buch Ausgesetzt - verklappt - anonymisiert, Deutschlands neue Findelkinder“ kritisiert Prof. Dr. Christine Swientek die Praxis der Baby-Klappen.
    Es wurden seit Einführung der Klappen nachweislich nicht weniger Säuglinge getötet oder ausgesetzt, aber unnötigerweise viele Neugeborene zu anonymen Findelkindern gemacht.
    Bis zum 31. August kann der Titel noch zum Subskriptionspreis (5.- € Ersparnis) beim Verlag bestellt werden.

    nähere Informationen

  • Ebenfalls neu erschienen ist das Buch Mädchen und Jungen entdecken ihre Geschichte. Grundlagen und Praxis der Biografiearbeit“ von Dipl.-Päd. Birgit Lattschar und Dipl.-Psych. Irmela Wiemann.
    Der Band vermittelt lebendig und umfassend die theoretischen Grundlagen und die Praxis der Biografiearbeit mit Kindern und Jugendlichen.
    nähere Informationen

10.06.07: TV-Tipp: “Wie viel Rausch darf sein?”

Juni 10, 2007

Am Donnerstag, den 14. Juni 2007, sind Jugendliche, Wissenschaftler und Experten aus der Praxis zu Gast bei Charlotte Roche und Gert Scobel im ZDF. Die Sendung “Wie viel Rausch darf sein?” geht zum Auftakt der Suchtwoche 2007 folgenden Fragen nach: Was ist für Jugendliche in Deutschland heute Motivation und Anlass zum Drogenkonsum? Gilt es, der Realität ein Stück zu entfliehen oder einfach, sie besser auszuhalten? Wann wird der Gebrauch zum Missbrauch, das Genuss- zum Suchtmittel? Sind weitergehende Verbote oder eine weitere Legalisierung z.B. von Cannabis ein Weg?

Das Besondere an dieser Sendung: Jugendliche selbst werden mit der Kamera den Antworten auf diese Fragen näher kommen. Und sie können sich interaktiv an der Sendung beteiligen. Die Aufzeichnung in Berlin wird am 14. Juni ab 20.00 Uhr live im Internet unter www.rocheundscobel.zdf.de gezeigt. Dabei gibt es die Möglichkeit, per E-Mail an rocheundscobel@zdf.de Fragen zu stellen oder sich per Webcam direkt zuzuschalten. Von 0.35 bis 2.05 Uhr ist die Aufzeichnung dann im ZDF zu sehen.

Bei “Roche + Scobel” werden Jugendliche ihre “Drogenkarrieren” schildern. Eltern kommen zu Wort, die häufig hilflos zuschauen. Prof. Dr. Rainer Thomasius, einer der führenden Suchtforscher in Deutschland und Prof. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstitutes in München, werden die Entwicklungen der letzten Jahre einordnen und Mitarbeiter von ganz unterschiedlichen Jugend- und Suchtberatungseinrichtungen werden über ihre Erfahrungen berichten.

08.06.07: Folgen von Drogenkonsum – Sprechstunde für Pflege- und Adoptivfamilien an der Uniklinik Münster

Juni 8, 2007

An der Universitätsklinik Münster findet unter der Leitung von Herrn Dr. Reinhold Feldmann eine wöchentliche Sprechstunde für Pflege- und Adoptiveltern und ihre Kinder mit FAS (Fetales Alkoholsyndrom) statt.

„Während die Folgen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft für das Kind bereits vielfältig untersucht wurden, wissen wir heute wenig über die Folgen des Konsums von illegalen Drogen durch die Schwangere. Die Kinder entwickeln nach der Geburt ein Entzugssyndrom. Allerdings gibt es auch Hinweise, dass die Kinder langfristig geschädigt sein können. Sie sind nach Meinung einiger Fachleute vor allem unruhiger und unkonzentrierter als andere Kinder. Nicht selten nehmen Schwangere, die illegale Drogen konsumieren, auch Alkohol zu sich. Hier ist eine besonders starke Schädigung des Kindes zu befürchten.

Um die mögliche Kindesschädigung durch illegale Drogen besser abschätzen zu können, wollen wir betroffene Kinder bezüglich ihrer kognitiven und emotionalen Entwicklung untersuchen. Wir nutzen dazu Testverfahren, die kindgerecht spielerisch aufgebaut sind und bei älteren Kindern natürlich auch schon anspruchsvoll sein können. Die Untersuchung dauert ca eine Stunde. Ein begleitendes Beratungsgespräch mit den Eltern ist möglich, wenn gewünscht.

Wenn es vermehrtes Interesse bei Pflege- und Adoptiveltern an Beratung zu Kindern drogenabhängiger Mütter gibt, wäre es wohl sinnvoll, dafür ein dauerhaftes Angebot zu entwickeln. Wieweit ein solches Interesse überhaupt vorhanden ist, wollen wir zunächst einmal sehen, daher ist das Angebot zunächst befristet.

6.Juni 2007, Dr. Reinhold Feldmann

Pflege- und Adoptiveltern können sich an das Sozialpädiatrische Zentrum der Universitätskinderklinik Münster wenden:
Tel: 0251 - 8348518 (Sekretariat: Frau da Silva, Frau Robst)
Sie bekommen dann einen baldigen Termin.

Bericht über die Arbeit von Dr. Feldmann: Schon ein paar Schlucke können lebenslange Folgen haben
Weitere Infos über das Fetale Alkoholsyndrom (FAS): www.fasworld.de

06.06.07: Buchtipp: neuer Ratgeber zu ADS/ADHS

Juni 6, 2007

ADS/ADHS ist seit geraumer Zeit sowohl in der Öffentlichkeit als auch in Fachkreisen ein umstrittenes Thema. Hier einen sachlichen Überblick sowie Unterstützung für den Alltag zu geben, ist das Ziel des neuen Ratgebers

ADS / ADHS - Ein Ratgeber für Eltern, Pädagogen und Therapeuten

von Matthias Gelb und Dina Völkel-Halbrock, neu erschienen im Schulz-Kirchner Verlag.

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

04.06.07: Aktion »Filmkoffer« zum Nulltarif

Juni 4, 2007

Auch in diesem Jahr starten die Landesmediendienste Bayern e.V. wieder die Aktion »Filmkoffer« mit 20 Filmen zum Nulltarif. Dabei gibt es den begehrten schwarzen Koffer in zwei Varianten: vor den Ferien für die bayerischen Schulen – in der Ferienzeit für die bayerischen Jugendverbände und kommunalen Jugendeinrichtungen. Pünktlich zum 25. Juni wird der Filmkoffer an alle interessierten bayerischen Schulen ausgegeben. Damit kommen Lehrer und Schüler garantiert gut über die letzten Wochen vor den großen Ferien! Das ganze Kollegium kann sich aus dem Koffer bedienen. Es ist alles drin: lehrreiche, unterhaltsame und wichtige Filme.

Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Die Filmkoffer werden in der Zeit vom 25. Juli bis zum 8. August versendet. Bestellt werden können die Filmkoffer

telefonisch 089 / 38 16 09-15,
per Fax 089 / 38 16 09-20 oder
per E-Mail: info@landesmediendienste-bayern.de.

Dabei können Sie entweder selbst eine Auswahl nach Titeln und Themen treffen oder Sie bestellen den Überraschungskoffer. Link: Bestellformular

Die Landesmediendienste Bayern e.V. sind Dienstleister für Schule und Bildungsarbeit in Bayern. Mit mehr als 6.000 Filmen – inklusive öffentliche Vorführrechte – unterstützen sie LehrerInnen und PädagogInnen bei der filmischen Vermittlung von Themen wie u.a. der Politischen Bildung und Geschichte, Berufskunde, Umwelterziehung ebenso wie Gewalt- und Drogenprävention.