Archiv für Mai 2007

31.05.07: Radio-Tipp zum Thema Adoption

Mai 31, 2007

Radio Deutschlandfunk sendet am 01.06.2007 um 19:15 Uhr ein Dossier von Burkhard Reinartz unter dem Titel

Wachsen ohne Wurzeln -
Wie adoptierte Kinder ihr Leben meistern

weitere Informationen zur Sendung

25.05.07: Internationaler Tag des vermissten Kindes

Mai 25, 2007

Zum internationalen Tag des vermissten Kindes am 25. Mai 2007 erklärt die Kinderkommission des Deutschen Bundestages:
In Deutschland sind es sechs bis acht Kinder, die jeden Monat einfach so verschwinden. Laut Bundeskriminalamt werden derzeit 1.653 Kinder und Jugendliche vermisst. Diese Daten ändern sich jedoch täglich um 200 bis 300 Fälle. Dabei hält sich die Zahl der Neuvermissten und der Wiedergefundenen in etwa die Waage. Es handelt sich dabei um Minderjährige, die einem Unglück oder einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind, einfach von zu Hause ausgerissen sind oder von einem Elternteil verschleppt wurden.

Die Ungewissheit über das Schicksal ihres Kindes und Bilder über das, was alles passiert sein könnte und die damit einhergehenden Befürchtungen, sind für die Eltern, Freunde und Verwandten äußerst belastend.

„Es ist ein großes Drama, wenn ein Kind vermisst wird, denn jedes vermisste Kind ist ein vermisstes Kind zu viel“, sagt Marlene Rupprecht, die Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestages. „Es ist gut, dass es neben der Polizei in Deutschland ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gibt, die Eltern sowie Erziehungs- und Sorgeberechtigten mit Rat und Hilfe menschlich zur Seite stehen, wenn ihr Kind plötzlich verschwunden ist. Nicht nur an die vermissten Kinder zu denken und hierfür zu sensibilisieren, sondern auch den vielen Helferinnen und Helfern zu danken, sollte der ‚Tag der vermissten Kinder’ Anlass sein“.

Im Februar dieses Jahres nahm die EU-Kommission eine Initiative der Medienkommissarin Viviane Reding an, dass bis Ende August 2007 die Telefon-Nummer 116000 in allen EU-Staaten als Hotline für vermisste Kinder reserviert wird.

Quelle: Pressemeldung des Deutschen Bundestages vom 24.05.2007

Link zur Elterninitiative Vermisste Kinder, Deutschland

24.05.07: Nominierung zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2007

Mai 24, 2007

Der Katalog zur Nominierungsliste 2007 ist ab sofort lieferbar und präsentiert die 30 für den diesjährigen Deutschen Jugendliteraturpreis nominierten Titel. Die Kritikerjury hat in den Kategorien Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbuch je sechs Titel für den begehrten Preis nominiert.
Über 498 Bücher aus der Produktion des Jahres 2006 wurden für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2007 eingereicht - 118 Bilderbücher, 120 Kinderbücher, 150 Jugendbücher und 110 Sachbücher.
Der Deutsche Jugendliteraturpreis ist eine der wichtigsten Orientierungshilfen im ständig wachsenden Kinder- und Jugendbuchmarkt und wird seit 1956 als einziger Staatspreis für Literatur in Deutschland jährlich vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestiftet und vergeben. Bundesministerin Ursula von der Leyen wird am Freitag, den 12. Oktober 2007, auf der Frankfurter Buchmesse die Preisträger und -trägerinnen verkünden. Weitere Informationen zum Preis finden Sie im Internet.
Der Katalog ist beim Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. zu beziehen.

23.05.07: Elterninitiative “Für mehr Lehrer an Bayerns Schulen”

Mai 23, 2007

PFAD FÜR KINDER LV Bayern unterstützt die Elterninitiative “Für mehr Lehrer an Bayerns Schulen.

Seit der Fachtagung zum Thema “Schule” im vergangenen Jahr in Hallstadt bei Bamberg (Pressebericht) nimmt die bayerische PFAD FÜR KINDER Vorsitzende Dagmar Trautner regelmäßig an den Sitzungen des Forums Bildungspolitik Bayern teil und kann dort für die Problemlagen von Pflege- und Adoptivkindern und deren Familien sensibilisieren.

Das Forum unterstützt nun die Aktion der Elterninitiative „Für mehr Lehrer an Bayerns Schulen“. Die Aktion wird sowohl vom Bayerischen Elternverband (BEV) als auch vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnen-Verband (BLLV) mitgetragen.

Wir bitten, diese sinnvolle Initiative durch möglichst viele Unterschriften zu unterstützen. Die Aktion läuft noch bis 23.06.2007.

Kurzinfo
Unterschriftenliste

20.05.07: DJI-Expertengespräch zum Kinderschutz im Fernsehen

Mai 20, 2007

Die Aufzeichnung des DJI-Expertengesprächs

„Strafen, kontrollieren, belohnen -
Wie wird Kinderschutz in Deutschland effektiver?“

vom 12. April 2007 in München wird am 2. Juni um 22.30 Uhr auf BR-alpha in der Sendereihe „Denkzeit“ ausgestrahlt.

18.05.07: DJI-Bulletin zum Thema “Kinder in Deutschland”

Mai 18, 2007

Das DJI-Kinderpanel hat sich der Aufgabe verschrieben regelmäßig, rechtzeitig und systematisch Informationen über die Lebensbedingungen von Kindern in Deutschland zur Verfügung zu stellen. Die Sozialberichterstattung über Kinder betritt auch Neuland, indem sie Kinder selbst über ihre eigene Situation sowie die der ganzen Familie befragt.

Siehe DJI-Bulletin Nr. 77

Der Artikel Pflegekinder im Blick der Projektgruppe »Pflegekinderhilfe in Deutschland« informiert über neue wissenschaftliche Erkenntnisse, eine gewandelte Landschaft der Pflegekinderdienste sowie eine geänderte Rechtslage und Rechtsprechung.

Weitere interessante Artikel z.B.:
Frühe Hilfen: ein Königsweg zum besseren Schutz von Kindern? von Heinz Kindler
Auch Kinder brauchen den Anderen – zur Konstruktion von Kontinuität im Lebenslauf
von Barbara Keddi
Was ist prägender: Schicht oder Persönlichkeit? Von
Sandra Ebner

11.05.07: Bundeskabinett beschließt grundlegende Reform familienrechtlicher Verfahren - Beteiligung von Pflegeeltern wird erweitert

Mai 11, 2007

Das Bundeskabinett hat am 9. Mai eine grundlegende Reform familienrechtlicher Verfahren beschlossen. Darüber hinaus wird das Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit (Betreuung, Unterbringung, Nachlass, Register, Freiheitsentziehung) neu geregelt. Das Gesetz soll Mitte 2009 in Kraft treten.

In einer Pressemitteilung des Bundesministeriums der Justiz vom 9.05.2007 heißt es unter anderem:
“Die Beteiligung von Pflegepersonen an familienrechtlichen Verfahren wird erweitert. Pflegepersonen – z.B. Pflegeeltern – können künftig in allen Verfahren, die das Kind betreffen, hinzugezogen werden, wenn das Kind seit längerer Zeit bei ihnen lebt. In solchen Fällen wissen Pflegeeltern häufig besser über das Kind Bescheid als die Eltern.”

Kommentar:
PFAD FÜR KINDER Landes- und Bundesverband haben gemeinsam mit anderen Verbänden in den entsprechenden politischen Gremien immer wieder auf die Besonderheiten der Lebenssituation von Pflege- und Adoptivkindern und die Notwendigkeit, diese in familiengerichtlichen Verfahren zu berücksichtigen, hingewiesen.
Siehe auch:
Gemeinsame Stellungnahme von PFAD Bundesverband, Pflegeelternschule Baden-Württemberg und Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder in Pflege- und Adoptivfamilien

Länder, Fachkreise und Verbände wurden aufgefordert, bis 5. Juni 2007 zum vorliegenden Entwurf Stellung zu beziehen.

09.05.07: Wochenendseminar für Pflege- und Adoptiveltern von misshandelten oder missbrauchten Kindern

Mai 9, 2007

Allein das Zusammenleben mit Kindern aus anderen Familien birgt in sich oft schon einen Berg an Schwierigkeiten. Haben diese Kinder schwere körperliche Gewalt und/oder sexuellen Missbrauch erlebt, so begegnen wir einerseits rätselhaften, fast merkwürdigen Verhaltensweisen der Kinder und andererseits treffen wir auf kindliche Reaktionsweisen, die uns selber an die Grenzen unserer Gefühle und Belastung bringen. Zurück bleiben Zustände von Verwirrung und Ratlosigkeit, die uns zusätzlich Kraft kosten in der Auseinandersetzung mit unseren Kindern.
Neben intensiver Seminararbeit, die sich so weit wie möglich an Ihren persönlichen Anliegen orientiert, wird bei diesem Seminar des PFAD FÜR KINDER Landesverbandes Bayern ein breiter Raum zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch geboten. Referentin, Kursleitung und die wunderschön gelegene Bildungsstätte tragen dazu bei, dass Sie für sich und Ihren Alltag viel mitnehmen können.

Titel: „Wie kann man damit leben …?“ Misshandelte und missbrauchte Kinder in Pflege- und Adoptivfamilien
Termin: 22.06.-24.06.2007
Anmeldeschluss: 24.05.2007
Referentin: Frau Anne Herzog,
Dipl.-Pädagogin mit eigener psychotherapeutischer Praxis

TeilnahmebedingungenSeminarhaus - Anmeldeformular

04.05.07: Klarstellung des Finanzministeriums zur Betriebskostenpauschale

Mai 4, 2007

Auf Anfrage des PFAD FÜR KINDER LV Bayern verdeutlicht das Bundesministerium der Finanzen am 03.05.07:

“Die Betriebsausgabenpauschale von 300 € pro betreutem Kind und Monat gilt nur für die Kindertagespflege. Im Falle einer erwerbsmäßigen Vollzeitpflege wird der pauschale Betriebsausgabenabzug in Höhe der im Pflegegeld enthaltenen Erstattung für die materiellen Aufwendungen sowie von einmalig gezahlten Beihilfen und Zuschüssen zugelassen, so dass im Ergebnis also nur die Erziehungsgelder der Besteuerung unterworfen werden.”

02.05.07: Ab 2008 Einkommenssteuerpflicht in der Vollzeitpflege bei jährlich mehr als 24.000 Euro Erziehungsbeitrag

Mai 2, 2007

Laut einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 13.04.2007 ist eine widerlegliche Vermutung für eine Erwerbsmäßigkeit bei Vollzeitpflegeeltern dann gegeben, wenn die Summe der Erziehungsbeiträge (Kosten der Erziehung = 209 Euro monatlich pro Pflegekind) pro Pflegehaushalt im Jahr 24.000 Euro übersteigt.
Wird hiernach die Erwerbstätigkeit im Einzelfall festgestellt, unterliegt das gesamte Pflegegeld der Steuerpflicht nach § 18 Abs. 1, Nr.1 EstG.
EstG (abzüglich der im Pflegegeld enthaltenen Erstattungen für die materiellen Aufwendungen je Kind und Monat).
Erstattungen des Jugendamtes für Beiträge zu Unfallversicherung und Altersicherung gehören in diesem Fall ebenso zu den steuerpflichtigen Einnahmen.

Lesen Sie das ausführliche Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen - einschließlich der Besonderheiten bei Tagespflege und Bereitschaftspflege.

Kommentar:
Die Besteuerung des Erziehungsbeitrages wird aufgrund des hohen Freibetrages von 24.000 Euro nur bei wenigen Pflegeverhältnissen zum Tragen kommen, z.B. im Rahmen von Erziehungsstellen.
PFAD FÜR KINDER wird die Auswirkungen der gesetzlichen Änderung und die praktischen Folgen für Pflegefamilien prüfen und weiter darüber informieren.