Alkohol- und Drogenkonsum während der Schwangerschaft schädigen ein Kind dauerhaft. Dies zeigen zwei Langzeitstudien von Prof. Hans-Christoph Steinhausen, Ordinarius für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Zürich und deutschen Forschern. Bei der Studie zu den Auswirkungen des Alkoholkonsums handelt es sich um die weltweit längste Beobachtung an Menschen mit Fetalen-Alkohol-Spektrumsstörungen FASD (The Journal of Pediatrics, Volume 150, Issue 2).
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Quelle: Sozialarbeitsnetz Newsletter 17 / 2007
Archiv für April 2007
27.04.07: Langzeitstudien belegen schädliche Folgen von Alkohol und Drogen während der Schwangerschaft
April 27, 200706.04.07: Alkohol – reden wir darüber! BZgA bietet Ratgeber für Eltern an
April 6, 2007
Die aktuelle Diskussion über den Alkoholkonsum Jugendlicher konzentriert sich auf das extreme Rauschtrinken junger Menschen und führt schnell zur Forderung neuer Verbote und Gesetze.
Neben der konsequenten Umsetzung und Kontrolle der bestehenden Gesetze und Schutzvorschriften sieht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) einen wesentlichen Ansatz in der Aufklärung und Prävention, was den verantwortungsvollen Umgang junger Menschen mit Alkohol betrifft. Um Eltern in dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen hat die BZgA einen Ratgeber entwickelt, der Müttern und Vätern Wege für das Gespräch mit ihren Kindern aufzeigt.
Die neue Broschüre mit dem Titel „Alkohol – reden wir drüber!“ berücksichtigt die verschiedenen Altersstufen der Heranwachsenden und gibt praktische Informationen für den Gesprächsalltag. Sie enthält Regeln für die Eltern im Hinblick auf ihren eigenen Alkoholkonsum, informiert über gesundheitliche Auswirkungen von Alkohol auf den jugendlichen Körper, berichtet über die wesentlichen Inhalte des Jugendschutzgesetzes und gibt Tipps, wie Eltern mit ihren Kindern auch in problematischen Situationen im Gespräch bleiben können. Der Ratgeber für Eltern kann kostenlos bestellt oder direkt herunter geladen werden.
03.04.07: Bundesministerien bestätigen: Für Vollzeitpflegeeltern besteht keine gesetzliche Unfallversicherungspflicht
April 3, 2007
Das Bundesversicherungsamt teilt dem PFAD Bundesverband in einem am 02.04.07 eingegangenen Schreiben mit:
„dass der Abstimmungsprozess der zuständigen Bundesministerien zur Frage des Unfallversicherungsschutzes für Vollzeitpflegeeltern abgeschlossen ist.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vertreten nach eingehender Prüfung die Rechtsauffassung, dass für Pflegeeltern in Vollzeitpflege bis auf Einzelfälle kein Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung besteht.
Entscheidend dafür ist unter anderem, dass eine Abgrenzung zwischen privater und unter Unfallversicherungsschutz stehender Tätigkeit sehr schwer zu treffen ist. Dem betroffenen Personenkreis ist eine Absicherung in privatem Rahmen zu empfehlen. Das BMAS hat die Berufgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege über das Ergebnis der ministeriellen Abstimmung informiert. Die Angelegenheit wird damit für uns als erledigt angesehen.“
Nachdem seit 1. Oktober 2005 Vollzeitpflegeeltern das Recht auf Übernahme von Beiträgen für eine Unfallversicherung durch ihr Jugendamt gesetzlich zugestanden wurde, herrschten viele Unklarheiten darüber, ob damit eine Pflichtversicherung bei der BGW gemeint sein sollte (wir berichteten).
Nun wurde dies erfreulicherweise auf ministerieller Ebene geklärt und es wird Pflegeeltern empfohlen, sich selbst privat gegen Unfallrisiken abzusichern. Diese Kosten können nun bei den Jugendämtern geltend gemacht werden. Falls bereits Versicherungsverträge zum 01.10.2005 abgeschlossen waren, können auch rückwirkend Nachzahlungen ab diesem Termin beantragt werden.
02.04.07: Psychologen bemängeln Unterversorgung von Kindern und Jugendlichen
April 2, 2007
Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) legte am 30.03.07 der Öffentlichkeit einen Bericht zur psychischen Gesundheit der Nation vor.
Im Mittelpunkt stehen Kinder, ihre Entwicklungsbedingungen und ihre psychische Gesundheit sowie die Schwachstellen in Prävention und Versorgung. Der Bericht übt deutliche Kritik an der Versorgung von Kindern und Jugendlichen im außerschulischen Bereich sowie an der Effektivität des deutschen Schulsystems.
Der Verband stuft 5% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland aufgrund besonders ungünstiger Entwicklungsverläufe als chronisch psychisch beeinträchtigt ein. Das sind 320.000 junge Menschen. Die gleiche Zahl von Kindern und Jugendlichen wird als dringend behandlungsbedürftig eingeschätzt.
Auch die Qualität und Verfügbarkeit von Unterstützungssystemen für Schüler, Eltern und Lehrer wird in Deutschland für dringend verbesserungsbedürftig gehalten.