Archiv für Dezember 2006

21.12.06: Zweite Chance für Schulverweigerer

Dezember 21, 2006

1.450 Jugendliche ohne „Bock auf Schule” bekommen eine zweite Chance.
An bundesweit 74 Standorten haben lokale Projekte mit festen Ansprechpartnern für Schülerinnen und Schüler vor allem von Hauptschulen ihre Arbeit aufgenommen. Diese Koordinierungsstellen sind Anlaufstellen für Schülerinnen und Schüler sowie Eltern, um die Chancen von Schulverweigerern auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu verbessern.

Informationen zum Programm

Fördergebiete in Bayern sind bisher:

Stadt Fürth
Stadt Bamberg / Landkreis Bamberg / Landkreis Forchheim
Stadt Nürnberg
Stadt Augsburg
Landkreis Augsburg/Landkreis Dillingen

 

19.12.06: Chatten ohne Risiko?

Dezember 19, 2006

Chatten gehört zu den beliebtesten Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen im Internet. Laut der JIM-Studie (veröffentlicht im November 2006) besuchen über die Hälfte aller jugendlichen Internet-Nutzer mehr oder weniger regelmäßig Chat-Räume. Für die jüngeren sind die Zahlen etwas niedriger. Deutlicher Trend ist der zunehmende Einsatz von Instant Messengern zum Austausch mit anderen: Messaging per ICQ, MSN usw. liegt bei den 12- bis 19-Jährigen an erster Stelle der Internet-Aktivitäten.

Auf bestehende Gefährdungen durch Übergriffe in Chats weisen verschiedene Untersuchungen hin. Eltern und Pädagogen wissen insgesamt sehr wenig über Chats. Sie selbst haben meist kein eigenes Interesse daran, und wenn sie sich doch einmal in diese Räume begeben, so ist es nicht einfach, sich darin zu orientieren: Es herrschen eigene Kommunikationsregeln und eine eigene Sprache. Die Kinder und Jugendlichen reden häufig gerade nicht mit ihren Eltern über ihre Chat-Besuche, insbesondere nicht über unangenehme Erfahrungen, auch aus Angst, dann nicht mehr chatten zu dürfen. Belästigungen in Chats werden nach einer Studie meist als unangenehm empfunden, ein Teil der Betroffenen reagiert auch verängstigt und über einen längeren Zeitraum belastet.

Die Recherchen und Befragungen von jugendschutz.net belegen, dass in der Mehrzahl der Chats problematische und sogar gefährliche Kontakte an der Tagesordnung sind. Ein Großteil der chattenden Kinder und Jugendlichen kennt Übergriffe: In der Online-Umfrage bei der Blinden Kuh berichteten 160 von 200 Kindern von sexuellen Belästigungen.
Laut der JIM-Studie (2006) werden fast zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen, die chatten, von Fremden im Chat nach Namen, Adresse etc. gefragt. Ein Viertel davon gibt tatsächlich persönliche Angaben weiter.

Sehr gute Informationen zum Thema finden Sie bei jugendschutz.net. Dort wurden erneut zahlreiche Chats untersucht, um herauszufinden, wie gefährlich sie für Kinder sind. Ein Faltblatt für Eltern und Pädagogen, ein Spickzettel für Kinder und ein Spickzettel für Jugendliche informieren über die Faszination des Chattens und geben Hinweise, welche Sicherheitsregeln beachtet werden müssen.
Ausführliche Informationen zum Thema Chat, u.a. eine Einführung in die Chat-Sprache sowie einen Chat-Atlas mit einer Übersicht über sichere, moderierte Kinder-Chats bietet die dritte Auflage der Broschüre Chatten ohne Risiko?.

12.12.06: Neue Onlinezeitung der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung

Dezember 12, 2006

Die neue Onlinezeitung der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) steht jetzt allen Internetnutzern unter www.psychoanalyse-aktuell.de zur Verfügung. Sie beschäftigt sich mit psychischen Störungen, ihren Ursachen und ihrer Behandlung, mit Erziehung und Sozialisation, mit gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Themen. Die Beiträge richten sich an eine breite Leserschaft, die seriös und allgemeinverständlich informiert werden möchte und bringt Artikel von Psychoanalytikern und anderen Spezialisten.
Das Archiv ist transparent nach Themen und Schlagwörtern geordnet
und leicht zugänglich. Reaktionen und Kommentare sind willkommen.

08.12.06: TV-Tipp: Adoption eines Kindes aus Äthiopien

Dezember 8, 2006

Die ZDF Reportage „Endlich zu Dritt - Ein Kind aus Äthiopien“ begleitet ein deutsches Paar nach Äthiopien, wo sie ihren 7-jährigen Adoptivsohn zum ersten Mal kennen lernen und schaut nach, wie sich die Familie aneinander gewöhnt.
Wie kommt Zerihun mit der neuen Kultur klar?
Was bedeutet es, die Verantwortung für ein Kind zu übernehmen?

Sendezeiten im ZDF:

10.12.2006 um 18.30 Uhr
11.12.2006 um 04.00 Uhr

Interview zum Thema

05.12.06: PFAD FÜR KINDER sagt Danke!

Dezember 5, 2006

Der 5. Dezember ist der Welttag des Ehrenamtes.

PFAD FÜR KINDER Bayern möchte an dieser Stelle allen Pflege- und Adoptiveltern, Fachkräften und engagierten Menschen danken, die sich durch ihr ehrenamtliches Engagement an vielen Stellen für Kinder einsetzen.
Unsere besondere Anerkennung gilt den vielen Aktiven in unseren Gruppen und Vereinen in ganz Bayern, die sich neben den Aufgaben in ihren Familien auch für die Vorbereitung, Beratung und Fortbildung von Pflege- und Adoptivfamilien einsetzen und Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit für Pflege- und Adoptivkinder leisten.

Danke schön!

Bereits vor 16 Jahren wurde der „Internationale Tag des Ehrenamtes“ von den Vereinigten Nationen ins Leben gerufen, der seit 1999 auch in Deutschland am 5. Dezember als Tag der Anerkennung und Würdigung freiwilligen Bürgerengagements begangen wird.
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen würdigt den Einsatz von 23 Millionen Freiwilligen als „Gewinn für den Einzelnen wie für die Gesellschaft“:

Pressemitteilung des BMFSFJ


03.12.06: Empfehlungen zur Adoptionsvermittlung

Dezember 3, 2006

Auf ihrer 101. Arbeitstagung Anfang November in Kiel hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter (BAGLJÄ) ihre Empfehlungen zur Adoptionsvermittlung fortgeschrieben.
Alle Bereiche im Zusammenhang mit der Adoption eines Kindes sind in diesen Empfehlungen zusammengefasst und erläutert: z. B. Organisation der Adoptionsvermittlungsstelle, Datenschutz, Auswahl der Bewerber, Ablauf des gerichtlichen Verfahrens, Auslandsadoption…

01.12.06: Welt-AIDS-Tag

Dezember 1, 2006

UNICEF äußert sich besorgt über das geringe Wissen von Heranwachsenden zu AIDS:
Bis heute haben zwei Drittel aller Jugendlichen in Entwicklungsländern keine ausreichenden Informationen darüber, wie man sich schützt.
Auch in Deutschland
wird es nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung schwieriger, junge Menschen zu erreichen. Umfragen der Bundeszentrale zeigen große Wissenslücken auf, die nur schwer zu schließen sind, wenn immer weniger Geld für Aufklärung bereit steht.
Derzeit wissen z.B. fast 20 Prozent der 16- bis 20-jährigen Deutschen nicht, dass das Virus auch dann ansteckend ist, wenn der Partner noch nicht erkrankt ist. Nur wenn solche Informationen in und außerhalb der Schule vermittelt und Jugendliche umfassend über Sexualität und den Schutz vor HIV informiert werden, richten junge Menschen ihr Verhalten danach aus und senken so ihr Ansteckungsrisiko.
UNICEF hat zehn Fakten über AIDS formuliert, die weltweit jeder junge Mensch kennen sollte:
Zehn Fakten, die junge Menschen über AIDS wissen müssen

Bitte unterstützen auch Sie die
UNICEF-Kampagne “Du und ich gegen AIDS”.

Ein Jahr nach dem Start schließen sich bereits mehr als eine halbe Million Menschen in Deutschland den Forderungen der Kampagne mit ihrer Unterschrift an und fordern mit UNICEF, konkrete Hilfen und Schutzmaßnahmen für Millionen von AIDS betroffene und gefährdete Kinder. Denn 25 Jahre nach dem Beginn der Epidemie trifft AIDS nun vor allem Kinder und junge Menschen. Die tödliche Immunschwäche macht weltweit nicht nur Millionen von Minderjährigen zu Waisen. Durch die Übertragung des HI-Virus im Mutterleib und bei der Geburt kommen zudem unzählige Neugeborene todkrank auf die Welt.